18. Dezember 1913 – Willy Brandt wird geboren

Willy Brandt im Jahr 1980. Rechte: Bundesarchiv, B 145 Bild-F057884-0009 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA

Willy Brandt im Jahr 1980. Rechte: Bundesarchiv, B 145 Bild-F057884-0009 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA

Heute vor 100 Jahren wurde Herbert Ernst Karl Frahm in Lübeck geboren. Ab 1933 führte der damals 19-jährige im Osloer Exil agierende Widerstandskämpfer den Tarnnamen »Willy Brandt«, den er für den Rest seines Lebens behielt. Im Andenken an den späteren Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger soll hier an seine Sicht auf die Deutschen und das NS-Regime erinnert werden, die er 1946 als Bericht über »Verbrecher und andere Deutsche« veröffentlichte. Weiterlesen

Das Aushebeln der Haager Landkriegsordnung seitens der Nationalsozialisten – ein Briefwechsel

Schnellbrief NS-Quelle_HistoLog.deAm 30. Dezember 1944 wird in der Prinz-Albrecht-Straße 8 in Berlin, dem Hauptquartier der Gestapo, ein geheimer Schnellbrief verfasst.
Unterschrieben wird er vom Chef der Sicherheitspolizei und des SD, Ernst Kaltenbrunner. Und auch der Adressat genießt eine der höchsten Positionen im NS-Regime. Weiterlesen

Der 19. April 1943 – Aufstand im Warschauer Ghetto

Deckblatt des Stroop-Berichts; Rechte: Gemeinfrei, Quelle: NARA. File Unit : USA Exhibit 275; Record Group 238: National Archives Collection of World War II War Crimes Records, 1933 - 1949.

Deckblatt des Stroop-Berichts; Rechte: Gemeinfrei, Quelle: NARA. File Unit : USA Exhibit 275; Record Group 238: National Archives Collection of World War II War Crimes Records, 1933 – 1949 über Wikipedia.

Heute wird in Polen des Aufstands im Warschauer Ghetto gedacht. Am 19. April 1943 rückten SS-Einheiten in das Ghetto vor, um es endgültig aufzulösen und alle Insassen in Vernichtungslager zu deportieren. Getragen von der Jüdischen Kampfgruppe ŻOB und dem Jüdischen Militärverband ŻZW leisteten die Verfolgten erbittert bewaffneten Widerstand. Weiterlesen

Sorgenvolle Weihnachtszeit

WeihnachtsbaumWenn alle Einkäufe erledigt, das Essen vorbereitet, der Baum geschmückt und die Briefe geschrieben sind, steht einer besinnlichen Weihnachtszeit nichts mehr im Weg. Besinnen kann man sich auf vieles; auch auf Zeiten, in denen das Weihnachtsfest von großer Sorge begleitet war. Ein einprägsames Zeugnis legte ein im jüdischen Glauben aufgewachsener und 1912 zum Protestantismus konvertierter habilitierter Romanist ab. Nachdem die nationalsozialistischen Rassengesetze ab 1935 seine wissenschaftliche Arbeit unmöglich gemacht hatten, konzentrierte er sich auf seine Tagebuchaufzeichnungen. Seine Notizen fertigte er auf losen Blättern an, die er bei einer Freundin vor den ständig drohenden Haussuchungen der Gestapo versteckte. Weihnachten aus den Augen eines herausragenden Zeitzeugen: Viktor Klemperer (1881–1960): Weiterlesen

Der 9. November – Ein Schicksalstag der Deutschen?

9. November_HistoLog.deSpätestens seit dem 9.11.1989, dem Tag der “Maueröffnung”, gilt der 9. November in zahlreichen Medien als “deutscher Schicksalstag”. Auch von Historikern, insbesondere im Fernsehen, wird dieser Terminus gerne verwendet. Zahlreiche rezeptionsintensive Ereignisse der Geschichte lassen sich hier zuordnen: die Hinrichtung des Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung, Robert Blum, in Wien am 9.11.1848; der Höhepunkt der “Novemberrevolution” mit der Ausrufung der “Deutschen Republik” durch Philipp Scheidemann am 9.11.1918; der Putschversuch seitens der von Hitler angeführten Nationalsozialisten am 9.11.1923; der Höhepunkt der reichsweiten Novemberpogrome gegen jüdische Bürger, Synagogen, Friedhöfe und Geschäfte am 9.11.1938; das Attentat von Georg Elser auf Adolf Hitler in der Nacht vom 8. auf den 9.11.1939; und schließlich der “Mauerfall”. Ob dieser Begriff jedoch eine treffende Beschreibung ist, scheint mehr als fraglich. Folgende Argumente sprechen dagegen: Weiterlesen